BUND-Rundgang zu verseuchten Gewässern

Am Freitag hat der BUND Kerpen und das Aktionsbündnis Stommelner Bürger „Leben
ohne Braunkohle“ (LoB) eine Wanderung zu den Bereichen in der Berrenrather Börde statt, in denen die toxisch belasteten „Roten Wasser“ aus der Erde gehen. Mehr Informationen zu den to­xisch be­las­te­ten Kraft­wer­k­rest­stoff-​De­po­ni­en findet ihr hier. Für mehr Informationen, hier ein Ausschnitt aus dem BUND-Kerpen-Newsletter:

Auf Initiative des Aktionsbündnisses fand eine gemeinsame Begehung der Bereiche statt, in denen die Roten Wässer am Rand der Berrenrather
Börde zu Tage treten. Hintergrund ist, dass sich Umweltaktive verstärkt der Altlasten und damit häufig auch der Ewigkeitslasten des
Braunkohletagebaus widmen wollen. Mit dem Ansteigen des Grundwassers werden Schadstoffe aus Deponien ausgewaschen und somit unser
Trinkwasser in der Zukunft verseuchen. Der BUND
Landesverband hat dieses Thema aufgegriffen, siehe dazu unter www.bund-nrw.de
BUND warnt vor „tickenden Zeitbomben in den Tagebauen“.
Die Kippenversauerung führt zu den z.T. extrem sauren und schwermetallbelasteten Wässern, die aus der Berrenrather
Börde sickern. Auch wenn eine Arbeitsgruppe unter Führung des Erftverbandes durch Kalkungsmaßnahmen den schwermetallhaltigen Schlamm aufbereitet und z.T. entsorgt, werden wir dieses Problem als Ewigkeitslast noch über lange Zeit behalten. Für die
Kerpener Ortsgruppe stellen sich hier vor allem 2 Aufgabenfelder in der Zukunft: Der regelmäßige Überlauf des belasteten Wassers in Richtung
Erft und die Zukunft des Regenrückhaltebeckens, bei dem sich RWE und Stadt in tiefes Schweigen über die
weitere Vorgehensweise hüllen. Geschäfte bei der Vermarktung der Gewerbeflächen für Türnich IV und die damit zu erzielenden Gewinne gehen den Beteiligten halt schneller von der Hand als die Entsorgung einer Altlast.

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