Archiv für August 2014

RWE darf DEA verkaufen

Die Bundesregierung hat RWE erlaubt, die Öl- und Gasfördertochter DEA an einen russischen Investor zu verkaufen. Einen ausführlichen Bericht dazu gibt es hier. Ältere Berichte zu DEA gibt es hier und hier.

BUND-Rundgang zu verseuchten Gewässern

Am Freitag hat der BUND Kerpen und das Aktionsbündnis Stommelner Bürger „Leben
ohne Braunkohle“ (LoB) eine Wanderung zu den Bereichen in der Berrenrather Börde statt, in denen die toxisch belasteten „Roten Wasser“ aus der Erde gehen. Mehr Informationen zu den to­xisch be­las­te­ten Kraft­wer­k­rest­stoff-​De­po­ni­en findet ihr hier. Für mehr Informationen, hier ein Ausschnitt aus dem BUND-Kerpen-Newsletter:

Auf Initiative des Aktionsbündnisses fand eine gemeinsame Begehung der Bereiche statt, in denen die Roten Wässer am Rand der Berrenrather
Börde zu Tage treten. Hintergrund ist, dass sich Umweltaktive verstärkt der Altlasten und damit häufig auch der Ewigkeitslasten des
Braunkohletagebaus widmen wollen. Mit dem Ansteigen des Grundwassers werden Schadstoffe aus Deponien ausgewaschen und somit unser
Trinkwasser in der Zukunft verseuchen. Der BUND
Landesverband hat dieses Thema aufgegriffen, siehe dazu unter www.bund-nrw.de
BUND warnt vor „tickenden Zeitbomben in den Tagebauen“.
Die Kippenversauerung führt zu den z.T. extrem sauren und schwermetallbelasteten Wässern, die aus der Berrenrather
Börde sickern. Auch wenn eine Arbeitsgruppe unter Führung des Erftverbandes durch Kalkungsmaßnahmen den schwermetallhaltigen Schlamm aufbereitet und z.T. entsorgt, werden wir dieses Problem als Ewigkeitslast noch über lange Zeit behalten. Für die
Kerpener Ortsgruppe stellen sich hier vor allem 2 Aufgabenfelder in der Zukunft: Der regelmäßige Überlauf des belasteten Wassers in Richtung
Erft und die Zukunft des Regenrückhaltebeckens, bei dem sich RWE und Stadt in tiefes Schweigen über die
weitere Vorgehensweise hüllen. Geschäfte bei der Vermarktung der Gewerbeflächen für Türnich IV und die damit zu erzielenden Gewinne gehen den Beteiligten halt schneller von der Hand als die Entsorgung einer Altlast.

Den Newsletter könnt ihr durch eine E-Mail an Jutta Schnütgen-Weber (Schnuetgen-Weber{ÄTT}t-online.de) abbonieren.

Prozess wegen Grünen-Besetzung verschoben

Der Prozess wegen der Grünen-Besetzung wurde vom kommenden Donnerstag, den 07. August auf den 30. Oktober verschoben.

Rückschau auf’s Klimacamp

Gestern (Sonntag) endete das Klimacamp im Rheinland. Das Camp war wie in den vorherigen Jahren eine Möglichkeit zum Austauch und zur Bildung, aber auch für Aktionen.
Im Rahmen des umfangreichen Workshop-Programms wurde unter anderem sehr intensiv über die COP21 in Paris diskutiert, die auch in zahlreichen Workshops angesprochen wurde. Ein Workshop beschäftigte sich beispielsweise mit dem Projekt Alternatiba, das für diesen Klimagipfel mobilisiert.
Doch die 21. Weltklimakonferenz war alles andere als unumstritten: Sehr viele, vielleicht sogar die Mehrheit, lehnen nach der Enttäuschung von Kopenhagen die großen internationalen Klimagipfel ab. Alle haben die Hoffnung aber noch nicht verloren, wie zum Beispiel Helmut Selinger vom Münchener Institut für sozial-ökologische Wirtschaftsforschung (isw), der zum Konzept des Budgetansatzes einen Workshop gehalten hat.
Sehr interessant war auch der Workshop zum Thema Postwachstum, wo es Diskussionen zu so unterschiedlichen Themen wie Waschmaschinen oder dem Zusammenführen verschiedener sozialer Bewegungen gab.
Aber auch direkte Aktionen gab es mal wieder. Information zu diesen findet ihr hier und hier.
Weitere Rückblicke auf das Klimacamp gibt es bei klimaretter.info und beim Klimacamp-Bündnis.

Grüne legalisieren Klimakiller und verklagen Klimaaktivist*innen

Im Rahmen der Aktionstage des Klimacamps im Rheinland 2013 besetzten dreizehn Klimaaktivist*innen einen Büroraum der Parteizentrale von Bündnis 90/Die Grünen in Düsseldorf. Die friedliche Besetzung hatte das Ziel, die Grünen an ihre klimapolitischen Zusagen zu erinnern und die Öffentlichkeit auf die Widersprüche zwischen diesen Versprechen und dem tatsächlichen Handeln der Grünen in NRW hinzuweisen. Dies betraf insbesondere die Rolle der Grünen beim Kraftwerksneubau Datteln IV, dass sie legalisierten (siehe hier und hier). Gegen die Aktivist_innen liegen nun Strafbefehle mit Geldstrafen in der Höhe von jeweils 670 Euro vor, der Prozess ist bereits am Donnerstag, dem 7.8.2014.

Über dieses Formular könnt ihr die Grünen dazu auffordern, die Klage zurückzuziehen und für einen konsequenten Klimaschutz einzutreten.
Anpassen des Textes möglich. Nicht vergessen, unter die Mail euren Namen zu schreiben.

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