Wird RWE finanziell zur Verantwortung gezogen?

Dass RWE den Klimawandel zu einem großen Teil mit verursacht hat, dürft klar sein, denn RWE gehört zu den sogenannten „Carbon Majors“, den neunzig Unternehmen, die am meisten beigetragen haben, und ist in diesem Negativ-Ranking sogar im ersten Drittel. Nun werden die Forderungen laut, dass diese Unternehmen auf ihren CO²-Ausstoß eine Abgabe zahlen sollen, die in die Begleichung der Kosten der Klimafolgeschäden fließen soll. In einem Artikel des Weblogs „Klima der Gerechtigkeit“ wird nämlich (zurecht) die Frage aufgeworfen:

„Während die Regierungen der Industrieländer und auch die deutsche Bundesregierung kaum in der Lage oder bereit sind, öffentliche Gelder für Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen zur Erreichung des 100 Milliarden Dollar-Ziels zur Verfügung zu stellen, machen Konzerne auf Kosten des Klimas hohe Gewinne. Was liegt also näher, als sie an den Kosten ihres Tuns zu beteiligen und auf diese Weise eine neue Quelle für die Klimafinanzierung zu erschließen?“

Zu diesem Thema hat die Heinrich-Böll-Stiftung heute ein Diskussionspapier veröffentlicht.