Archiv für August 2013

Reclaim Power Tour kommt in Manheim an +++ Haus in Manheim besetzt

Heute früh ist die Reclaim Power Tour in Köln losgefahren. Sie hielt unter anderen vor dem Sitz von RWE Power, dem Industriepark Hürth und der Quarzgrube Frechen, bevor sie ihr Ziel in Manheim erreichte. Leider regnete es dabei. Während der Tour kam die Nachricht an, das in Manheim ein Haus aus Protest gegen die harten Auflagen der Polizei beim Klimacamp besetzt wurde. Als die Tour in Manheim ankam, waren dort sehr viele Polizisten.

Reclaim Power Tour macht viele Aktionen in Köln – Teile der Tour radeln wegen Problemen beim Camp nach Manheim

Heute fanden im Rahmen der Reclaim Power Tour in Köln einige Vorträge statt. Mitten während eines Vortrags von Werner Rügemer mit dem Titel „Institut der deutschen Wirtschaft als Bremser der Energiewende“ traf die Südroute der Tour ein.


Danach hielt ein Aktivist von „Tschö Rheinenergie“ einen Vortrag über „Die Energiewende in Köln…“, in dem gezeigt wurde, das staatliche Unternehmen nicht immer ökologisch korrekt arbeiten. Darauf folgend protestierte Kasperl im Handpuppentheater „Der Oma ihr sein klein Häußchen“ gegen RWE. Nach dem Theaterstück traf die erschütternde Nachricht über neue Problemen auf dem Camp ein, wonach sich der größte Teil der Tour auf den Weg nach Manheim machte.

Klimacamp findet nun vorläufig auf benachbarten Feld statt

Das Klimacamp, das in den letzten Tagen in Bedrängnis geraten ist, wurde nun vorläufig auf einem benachbarten Acker aufgebaut, womit der Besitzer des Ackers einverstanden ist.

Die Obstwiese, auf der am Vortag noch Workshop-Zelte standen, ist aufgrund des polizeilichen Ultimatums mittlerweile „unbebaut“.

Kurioserweise ist die RWE-Tochter „Westnetz“ für die Bereitstellung des Wassers zuständig.

Einen Vorteil hat die Tatsache, das das Camp jetzt auf Privatgelände ist: RWE hat jetzt „Hausverbot“. :)

Einen Unterstützungs-Aufruf findet ihr hier.

Gericht verbietet Schlafzelte +++ Polizei verbietet nun auch Workshop-Zelte +++ Ausgeco²hlt will Camp nun als Veranstaltung anmelden

Heute gibt es gleich mehrere Neuigkeiten von der Anmeldung des Klimacamps: Die Klage, die Ausgeco²hlt eingereicht hatte, da die Polizei bei der Anmeldung
des Camps als politische Veranstaltung die Auflage gestellt hat, dass auf dem Camp keine Schlafzelte und keine Küche sind, wurde heute von einem Kölner Gericht abgewiesen. Doch die Polizei legte noch einen drauf: Laut ausgeco²hlt kamen vier Polizisten nach dem Urteil auf das Campgelände und forderten, dass die schon aufgebauten Zelte bis morgen um 8 Uhr abgebaut sind. Ausgeco²hlt erklärte daraufhin, dass „die Organisator_innen der Camps sich von Verwaltungshürden und Polizeischikanen nicht einschüchtern lassen und alles dafür tun werden, dass die Camps stattfinden.“ Außerdem empfindet Ausgeco²hlt das Gerichtsurteil als einen „Schlag gegen unser Grundrecht auf Versammlungsfreiheit“. Auf dem Campgelände wurde mir gesagt, dass nun versucht wird, das Camp als (unpolitische) Veranstaltung anzumelden.

BUND-Petition gegen Shell