Mögliche größere Abrutschung an der Sophienhöhe

Nach Auffassung des Netzwerks Bergbaugeschädigter hat ums Jahr 2005 eine riesige Abrutschung an der Sophienhöhe stattgefunden. Belegen wollen dies Diplom-Ingineur Wolfgang Schaefer und Geograph und Luftbildauswerter Andreas Immekus mit Bildern von Google Earth, die sie auf einer nicht öffentlichen Veranstaltung im Evangelischen Gemeindehaus an die Wad beamten. Finanziert wurden die Bilder von den Grünen, von denen auch Landtagsabgeordnete Gudrun Zentis anwesend war. RWE soll die Abrutschung schon früh bemerkt haben, weshalb auch die Motocrossanlage auf Kosten von RWE verschoben worden ist. Auf eine Anfrage der Grünen antwortete die Bezirksregierung Arnsberg/Köln:
„Bei den von dem Vertreter des Netzwerks Bergbaugeschädigter e.V. und von
der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen der Innenkippe des Tagebaus
Hambach vermuteten Bereichen von Hangrutschungen am Fuß der
Sophienhöhe handelt es sich um sogenannte Großpolder. In diese
Betriebsbereiche wird vernässtes und damit im Verkippungsbetrieb besonders
zu handhabendes Bodenmaterial planmäßig eingebracht.“ Fragt sich nur, warum auf den Google-Bildern die fragliche Fläche so aussieht, als wäre sie schon rekultiviert. Und warum wurde die Motocrossanlage verlegt? Und warum, was das Netzwerk Bergbaugeschädigter behauptet, das Gebiet, auf das der angebliche „Großpolder“ kommt, auf RWE-Wanderkarten als Wandergebiet ausgewiesen wird. Falls in den geplanten Hambachsee, der der zweitgrößte See Deutschlands wäre, eine größere Erdmasse rutschen würde, könnte das, so Angehörige des Netzwerks und der Bürgerinitiative „Buirer für Buir“, einen „Minitsunami“ auslösen, der das nur wenige Hundert Meter vom See entfernte Buir stark gefährden könnte. Außerdem wird RWE vorgeworfen, wichtige Daten über die Abrutschung nicht den zuständigen Gremien mitgeteilt zu haben. Nach der Veranstaltung hatte eine Frau schon Angst, dass wenn sie einmal morgens aufsteht, sie „in der Grube liegt“.