Archiv für Oktober 2012

Sandy zeigt: Wir können mit Klimaschutz nicht mehr warten

Der Hurrikan „Sandy“ verwüstet die Ostküste der USA. Einige Experten bezeichnen ihn als „größten tropischen Wirbelsturm der Geschichte“. Einer der Hauptgründe ist höchstwahrscheinlich der Klimawandel. Einen guten Artikel dazu gibt es bei der KlimaLounge.

NeunKW: Mit RWE Klimaziele nicht erreichbar

Laut einem Artikel auf der Internetseite „NeunKW“ würde allein RWE, wenn es seine Pläne verwirklicht, bis 2030 mehr CO² ausstoßen, als für ganz Deutschland zumutbar wäre. Wenn wir RWE nicht stoppen, können wir also unsere Klimaziele vergessen!

Ausgeco²hlt: „Hambacher Forst bleibt!“

Die Anti-Kohle-Organisation „Ausgeco²hlt“ hat der Waldbesetzung im Hambacher Forst mit der Kampagne „Hambacher Forst bleibt!“ unter die Arme gegriffen. Die Organisation fordert u.a. dazu auf, Protestaktionen gegen RWE und für die Waldbesetzer zu veranstalten.

Folgen des Klimawandels

Hier stehen einige Folgen des Klimawandels.

Wer ist von der EEG-Umlage befreit?

Als ich mir die Liste der Firmen, die wegen hohen Stromkosten und hartem internationalen Wettbewerb von der EEG-Umlage befreit waren, lief es mir eiskalt den Rücken hinuter. Wo ist den bei der „Weimarer Wurstwaren GmbH“ und den „Kölner Verkehrs-Betrieben GmbH“ der internationale Wettbewerb? Die ganze Liste findet ihr hier.

Interessantes Video von Terra-Xpress zu Hangrutschungen

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1752218/Mit-dem-LKW-in-die-Tiefe-gezogen?setTime=2.197#/beitrag/video/1752218/Mit-dem-LKW-in-die-Tiefe-gezogen

Zunahme des Rutschungsrisikos bei tiefen Tagebauen

In Antwort auf eine Anfrage der Grünen 2010 heißt es: „Die Tagebaue im Rheinland sind deutlich tiefer als in Ostdeutschland (z. B. Tagebau Hambach über 400 Meter). Unter Fachleuten ist unstrittig, dass das Risiko von Hangrutschen mit der Tiefe der Tagebaue exponentiell zunimmt. Das heißt, in einem Tagebau mit 400 Metern Tiefe ist das Risiko eines Hangrutsches im Grundsatz nicht nur viermal so hoch wie in einem
Tagebau mit 100 Metern Tiefe, sondern noch wesentlich höher.“

Frühere Abrutschungen in Rheinischen Tagebauen

Anscheinend gabe es in der Vergangenheit schon größere Abrutschungen. So heißt es in der Antwort der Landeregierung auf eine Anfrage der Grünen 2010:
„In der Vergangenheit ist es auch in den Tagebauen im Rheinland zu größeren Hangrutschungen
gekommen: So versank 1983 ein etwa 2 Hektar großes Freizeitgelände am Rand
der Ortschaft Dürwiß bei Eschweiler im Kreis Aachen im damaligen Tagebau Zukunft. Dort
war schon in den 1930er Jahren ein Teil des Friedhofes in den Tagebau abgerutscht. In die
ehemaligen Gruben Fortuna und Fischbach bei Bergheim im Rhein-Erft-Kreis rutschten
mehrfach größere Böschungssysteme während der 20er, 30er und 40er Jahre des vorigen
Jahrhunderts. In den 50er Jahren rutschte ein komplettes Waldstück in die Grube, so dass
diese über Monate nicht mehr betrieben werden konnte. Bei Bergheim verschwanden während
solcher Böschungsrutschungen Teile eines Gestüts im dortigen Tagebau.“

Umweltkatastrophe in Völkersen

Laut einem Bericht von Radio Bremen ist in Völkersen bei Bremen durch das umstrittene Fracking eine Umweltkatastrophe ausgelöst worden. Die RWE-Tochter RWE-DEA leugnet das natürlich.
http://www.radiobremen.de/mediathek/index.html?id=77167

RWE zu Rutschungsvorwürfen

RWE antwortete laut dem Artikel „Zweifel an Sicherheit der Hänge“, der heute im Kölner Stadtanzeiger erschienen ist, auf die Vorwürfe, dass dadurch, dass „zweidemensional aufgenommene Bilder dreidemensional dargestellt werden“ die Luftaufnahmen verzerrt wurden. Der Vorwurf ist angeblich „aus der Luft gegriffen und wird durch die verzerrte Darstellung offensichtlich bewusst unterstützt“. Durch die „haltlosen Vorwürfe“ würden Anwohner und Besucher der Sophienhöhe „völlig unnötig verunsichert“.

Mögliche größere Abrutschung an der Sophienhöhe

Nach Auffassung des Netzwerks Bergbaugeschädigter hat ums Jahr 2005 eine riesige Abrutschung an der Sophienhöhe stattgefunden. Belegen wollen dies Diplom-Ingineur Wolfgang Schaefer und Geograph und Luftbildauswerter Andreas Immekus mit Bildern von Google Earth, die sie auf einer nicht öffentlichen Veranstaltung im Evangelischen Gemeindehaus an die Wad beamten. Finanziert wurden die Bilder von den Grünen, von denen auch Landtagsabgeordnete Gudrun Zentis anwesend war. RWE soll die Abrutschung schon früh bemerkt haben, weshalb auch die Motocrossanlage auf Kosten von RWE verschoben worden ist. Auf eine Anfrage der Grünen antwortete die Bezirksregierung Arnsberg/Köln:
„Bei den von dem Vertreter des Netzwerks Bergbaugeschädigter e.V. und von
der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen der Innenkippe des Tagebaus
Hambach vermuteten Bereichen von Hangrutschungen am Fuß der
Sophienhöhe handelt es sich um sogenannte Großpolder. In diese
Betriebsbereiche wird vernässtes und damit im Verkippungsbetrieb besonders
zu handhabendes Bodenmaterial planmäßig eingebracht.“ Fragt sich nur, warum auf den Google-Bildern die fragliche Fläche so aussieht, als wäre sie schon rekultiviert. Und warum wurde die Motocrossanlage verlegt? Und warum, was das Netzwerk Bergbaugeschädigter behauptet, das Gebiet, auf das der angebliche „Großpolder“ kommt, auf RWE-Wanderkarten als Wandergebiet ausgewiesen wird. Falls in den geplanten Hambachsee, der der zweitgrößte See Deutschlands wäre, eine größere Erdmasse rutschen würde, könnte das, so Angehörige des Netzwerks und der Bürgerinitiative „Buirer für Buir“, einen „Minitsunami“ auslösen, der das nur wenige Hundert Meter vom See entfernte Buir stark gefährden könnte. Außerdem wird RWE vorgeworfen, wichtige Daten über die Abrutschung nicht den zuständigen Gremien mitgeteilt zu haben. Nach der Veranstaltung hatte eine Frau schon Angst, dass wenn sie einmal morgens aufsteht, sie „in der Grube liegt“.

Kooperation mit Konzernen: Gut oder schlecht?

Zuletzt hat der Skandal um den WWF eine große Diskusion ausgelöst. Aber: Kooperieren andere Organisationen wie NABU und BUND nicht auch mit Konzernen? Wirbt nicht der BUND in einem seiner Flyer, wo er feststellt, dass ihm die Naturstrom AG pro Kundenwechsel 25 € bezahlt, für Naturstrom? Und ist die Kooperation zwischen Greenpeace und Greenpeace Energy nicht schon am Namen zu merken? Aber: Es gibt meiner Meinung nach schon einen Unterschied, ob eine Umweltorganisation mit Unilever (WWF) oder Greenpeace Energy (Greenpeace) zusammenarbeitet. Und solange das Unternehmen „grün“ ist, und sich nicht nur „grün“ geben will, ist es meiner Meinung nach gut und richtig, mit ihm zu kooperieren. Bei Lufthansa, Daimler und Co. sollte für die großen NGOs aber Schluß sein.

Energiewende ja! Rösler nein!


Jetzt Unterschreiben!