Interwiews zur Umsiedlung Teil 1

Interwiew mit einer Anwohnerin des Umsiedlungsortes Kerpen-Manheim

Begrüßen Sie die Umsiedlung?
Nein, so einen gewachsenen Ort bekommen wir ja nicht wieder. Das ist das Problem.
Glauben Sie, dass das Haus, dass Sie als Entschädigung bekommen, genauso gut ist wie Ihr altes?
Wollen wir es hoffen. Genauso gut? Man muß sich erst dran gewöhnen. Man hat ja die alten Nachbarn nicht mehr.
Ist denn im Moment die Dorfgemeinschaft sehr gut?
Ja, sehr gut, mit all den Vereinen. Bei uns ist ja immer was. Jetzt ist ja auch Feuerwehrfest heute, nächste Woche ist ein Bläserfest oben in der Schützenhalle, dann kommt ein Erntedankfest Ende Sebtember, das ist auch jedes Jahr von den Vereinen, und dann nächstes Jahr machen wir hier ein Straßenfest. Das haben wir immer alle 2 bis 3 Jahre gemacht. Das ist immer sehr gut besucht. Das haben wir immer zu caritativen Zwecken, Kinderheimen oder irgendwo hin gegeben. Da haben wir schon einige Tausend Euro gespendet.
Was halten Sie von dem Standort von Neu-Manheim bei Kerpen? Gefällt er Ihnen?
Ja, den haben wir uns ja selber ausgesucht.
Was sagen Sie denn zu anderen Aspekten wie Klimaschutz?
Ja gut, das hätte 20 Jahre eher kommen müssen. Das ändert jetzt auch nichts mehr daran. Das ist eigentlich eine gute Sache, aber für uns zu spät.
Was sagen Sie denn zu den Waldbesetzern? Befürworten Sie das oder sehen Sie das kritisch?
Das sehe ich eher kritisch. Die machen ja, glaube ich, mehr kaputt. Die schützen den Wald auch nicht. Die hausen da ja nur rum, treten alles kaputt und die Tiere können da nicht mehr hin. Das ist alles nicht positiv, finde ich.
Und das Klimacamp? Fänden Sie es gut, wenn das nächstes Jahr wieder stattfinden würde?
Ja, die haben uns nicht gestört, uns und den Ort nicht. Die waren sehr nett und freundlich.
Vielen Dank für das Interview.
Bitte.

Im nächsten Teil von „Interwiews zur Umsiedlung“ interwiewe ich ein Mitglied der freiwilligen Feuerwehr Manheim zu den Folgen der Umsiedlung auf die Dorfgeneinschaft.