Archiv für Juli 2012

Waa

Am Sonntag war ich in der Werkstatt für Aktionen und Alternativen (WAA) in Düren. Die dortige Bücherei war in Anbetracht der relativ kurzen Zeit, in der die WAA existiert, ziemlich groß. Im riesigen Garten waren gleich zwei Camps: ein Camp zur Vorbereitung des Klimacamps und eins zum Thema „Horizontale Organisationsstrukturen“.

zweites Video

Video

irRWEg – das Problem

Der Klimawandel wird Auswirkungen haben, deren Folgen weit schlimmer sein werden als die der Wirtschaftskrise. Die Liste der größten Klimawandelfaktoren führt die Stromerzeugung mit Abstand vor Landwirtschaft und Verkehr an. Der zweitgrößte deutsche Energiekonzern, RWE, ist mit seinen Tochterunternehmen, wie z. B. npower, für einen beachtlichen Teil der CO²-Emissionen verantwortlich. Zudem verhindert er mit seiner Lobby- und Propagandamaschinerie eine vernünftige Umweltpolitik. Die RWE-Propaganda versucht, mit Aussage wie „Mit Windkraft den Erhalt der Galapagosinseln sichern“, die Bürger zu täuschen. In Wirklichkeit baut RWE nur drei Windräder auf den Galapagosinseln, deren Baukosten garantiert nicht viel größer als die Werbeausgaben von RWE.
Aufgrund von „Arbeitsplätzen“, sprich Wählerstimmen, sind Parteien wie die SPD, FDP und CDU unfähig, sich für den Klimaschutz und gegen die Braunkohle zu entscheiden. (Von Jobs in der Solarindustrie haben Merkel, Rösler und Co wohl noch nie gehört, im Gegenteil scheinen solche Arbeitsplätze nicht erhaltenswert zu sein, da die Bundesregierung durch die Streichung von Fördermitteln eine Reihe von Solarunternehmen in den Bankrott getrieben hat.) Und überhaupt: Eine Argumentation nach dem Motto „Jobs. Strom. Jobs. Strom.“ kann meiner Meinung nach nicht mit Problemen wie Klimawandel und Entwurzelung mithalten.
Ein weiteres Argument gegen RWE ist die monopolartige Struktur in der Stromwirtschaft mancher Regionen. Denn RWE ist nicht nur Stromerzeuger, sondern auch Netzbetreiber, Anteilseigner anderer Energieerzeuger und Betreiber des Discounters Eprimo sowie von LEW, Süwag, enviaM, kevag, energis und ELE.

„Klimaschutz von unten“

Am Samstag gab es beim Skill-Sharing-Camp auf der Waldbesetzung den Workshop „Klimaschutz von unten“. Im Gegensatz zu den meisten anderen Veranstaltungen dieser Art,wo sich die Aktivist_innen nur in ihrer Meinung bestärkten, gab es hier eine kontroverse Diskusion über Gesetze, Herrschaftsformen und Ähnliches.