Aufruf Klimacamp

Hier der ausgeco2hlt-Aufruf zum Klimacamp (Original hier)

Für ein gutes Leben für alle und eine Energieversorgung von unten
Aufruf zum Klimacamp im Rheinland
Vom 23. August bis zum 02. September 2013 findet das Klimacamp im Rheinland statt und vom 28. August bis 6. September 2013 das Reclaim the Fields Camp – beide in Manheim bei Köln, mitten im Rheinischen Braunkohlerevier. Hunderte Aktivist_innen aus ganz Europa werden zusammen kommen und bei den gemeinsamen Aktionstagen (30.08-02.09.) Widerstand gegen RWE, Europas größtem Klimakiller, leisten.
+ + WIDERSTAND IM RHEINISCHEN REVIER GEHT IN DIE NÄCHSTE RUNDE + +
Zum dritten Mal findet am Rande des Tagebaus Hambachs ein Klimacamp statt. Hier kommen Menschen aus verschiedenen sozialen Bewegungen und Spektren zusammen, um gemeinsam die Klimabewegung zu stärken. Das heißt konkret: kritisches Wissen weitertragen – Alternativen aufbauen – sich vernetzen – gemeinsame Aktionen planen. In diesem Jahr steht das Thema Land im Mittelpunkt: zusammen mit dem Reclaim the Fields Network wenden wir uns gegen die Bodenzerstörung durch den Braunkohletagebau und zeigen RWE, was sinnvolle Landnutzung wirklich bedeutet. Außerdem ist das Camp Ziel der Reclaim Power Tour, die quer durchs Land radelt, um Stationen verschiedener Energiekämpfe miteinander zu verbinden.
Im November letzten Jahres schafften es mehrere Hundertschaften der Polizei erst nach vier Tagen, die Waldbesetzung im Hambacher Forst zu räumen. So lange verschanzte sich ein Aktivist in einem Tunnel, um deutlich zu machen, dass der Wald nicht freiwillig den Sägen von RWE ausgeliefert wird. Auch nach der Räumung wächst die Solidarität für den Kampf gegen die Braunkohle, bei Anwohner_innen genauso wie bei Menschen anderswo orts..
Lokale Gruppen haben das Gemüse für die Klimacamp-Küche schon gepflanzt. Widerstand ist fruchtbar!
+ + WAS IST DAS PROBLEM? + +
Im Rheinischen Braunkohlerevier fressen sich riesige Schaufelradbagger kilometerweit durch alles, was ihnen in den Weg kommt, egal ob Wald, Feld oder Dorf.. Das Rheinische Braunkohlerevier ist weiterhin mit einem Ausstoß von 100 Millionen Tonnen CO2 Europas größte Emissionsschleuder. Die Folgen sind sowohl lokal als auch global verheerend. Neue Gesundheitsstudien zeigen, wie tödlich die giftigen Stoffe sind, welche sich aus den Schloten der Kraftwerke hunderte Kilometer weit ausbreiten: 2700 Todesfälle gehen jährlich auf das Konto des scheinbar billigen Stroms aus Kohle; Ökosysteme und fruchtbarer Boden werden unwiderruflich zerstört. Trotz “Energiewende” stieg im letzten Jahr der Anteil des fossilen Energieträgers auf über 25% der deutschen Stromversorgung, weil die Verbrennung von Kohle riesige Gewinne verspricht. Nur eine Bewegung von unten wird einen sofortigen Braunkohleausstieg durchsetzen können.
Die tödlichen Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels werden auch andernorts immer spürbarer. Gerade die Menschen trifft es am härtesten, die am wenigsten zur Erwärmung beitragen. . Gerade im politischen Süden, wo der Großteil der Bevölkerung von der Landwirtschaft abhängig ist, kommt es durch Überschwemmungen und Dürren zu Hunger, Flucht und Ressourcenkonflikten. .
Wir steuern auf eine Katastrophe zu, die durch eine Energiewende a la Altmaier nicht verhindert werden wird. Wir können den Klimawandel nur aufhalten, indem wir aktiven Widerstand leisten!
+ + AKTIONSTAGE (30.08. – 02.09.) + +
In diesem Jahr wird es vier Aktionstage geben, welche gemeinsam mit dem Reclaim the Fields Camp stattfinden werden. Vier Tage lang wird der reibungslose Ablauf der Braunkohleinfrastruktur mächtig durcheinander gebracht werden: Aktionen des zivilen Ungehorsams, direkte Aktionen gegen die Kohleinfrastruktur, bunte Demonstrationenund andere kreative Aktionen überall im Revier sollen sich ergänzen. Bereits in den vergangenen Jahren gab es zeitgleich zum Klimacamp mehrere Aktionen: mehrere Schienenblockade der Kohlebahn, Kleingruppenaktionen, (Fahrrad)Demonstrationen und Mahnwachen.
Ob großangelegte Massenaktion oder Kleingruppen, die direkt aktiv werden – es wird für die unterschiedlichen Interessen im Vorfeld Aktionstrainings und passende Rahmenbedingungen geben.
+ + SEI DABEI! + +
Das Camp ist partizipativ geplant und wünscht sich ausdrücklich euren Beitrag! Ihr seid Künstler_innen, Aktivist_innen, Landwirt_innen oder Stadtgärtner_innen und wollt Erfahrungen teilen und Neues dazulernen? Füllt das Programm mit euren Ideen! Wir freuen uns auf alternative Ideen zu gemeinschaftlichen und solidarischen Lebens- und Arbeitsformen und auf alles was unseren vielfältigen Widerstand stärkt!
Die Themen der sozialen Bewegungen sind eng verwoben. Wir alle richten uns gegen ein kapitalistisches System, das auf der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen aufbaut. Kommt daher ins Rheinland, allein oder in Bezugsgruppen. Bildet mit uns einen Kristallisationsort für den Kampf gegen den Klimawandel.. Und gegen die Machtverhältnisse, die ihn verursachen. Für ein Gutes Leben – im Rheinischen Revier und weltweit!
http://www.klimacamp.ausgeco2hlt.de/
+ + KOHLE GEGEN KOHLE – UNSER SPENDENKONTO + +
Kontoinhaber: Nandu Trägerverein e.V.
Bankleitzahl: 43060967
Konto: 1115861200
Bank: GLS Gemeinschaftsbank eG
Stichwort: ausgeCO2hlt
Hinweis: Wer eine Spendenquittung möchte, bitte zusätzlich eine Mail mit
Name und Anschrift an buchhaltung@nandu.net schreiben, damit sie
zugestellt werden kann.
+ + WEITERE ENERGIEKÄMPFE IN DIESEM SOMMER + +
13.-21. Juli in Rohne: 3. Lausitzer Klima- und Energiecamp (lausitzcamp.info)
21. Juli – 24. August: Reclaim Power Tour – Energiekämpfe in Bewegung von der Lausitz und aus Freiburg per Rad zum Klimacamp im Rheinland (reclaimpowertour.org)

Future-Kids-Umfrage zur Braunkohle


Greenpeace-Radtour gegen BoAplus

Heute hat Greenpeace eine Radtour von Köln bis zum Kohlekraftwerk in Niederaußem veranstaltet, bei der gegen das geplante Kraftwerk BoAplus protestiert wurde. Am Ende der Tour waren mehr als 100 Menschen da, die gegen RWEs Pläne protestierten. Die Protestaktion fand im Rahmen der Kampagne „BoAminus“ statt, in der mehrere Greenpeace-Gruppen bisher z.B. im Regionalrat protestiert hatten.


Radeln für die Energiewende

Am 5. Mai veranstaltet die Greenpeace-Kampagne „Klimaschutz statt Kohleschmutz“ eine Radtour vom Kölner Hauptbahnhof bis zum Kraftwerk Niederaussem. Mehr Informationen auf der Homepage von Greenpeace Köln.

Bilder vom Wald-statt-Kohle-Fest






Wald-statt-Kohle-Fest

Heute und gestern hat im Hambacher Forst das Wald-statt-Kohle-Fest stattgefunden, bei dem das einjährige Bestehen der Wadbesetzung gefeiert wurde. Es gab Workshops (strategisches Handeln, Blockieren, Yoga, Samba usw.), eine Zaubervorstellung und einen Waldspaziergang.

Schwarzbuch Kohlepolitik


Greenpeace hat heute das “ SCHWARZBUCH KOHLEPOLITIK“ veröffentlicht, in dem sie die Verflechtungen zwischen Kohleindustrie und Politik aufdecken. Dabei wird besonders deutlich, dass die SPD, die immer mit behauptet, dass sie das Klima schützt, am stärksten mit der Kohleindustrie verfilzt ist.

WALDBESETZUNG WIRD GERÄUMT

Die erst vor wenigen Tagen errichtete Neubesetzung des Hambacher Forstes wird geräumt! Laut Angaben der Besetzer sind 20 Polizisten plus Klettereinheiten momentan dabei, zwei Aktivst_innen aus den Bäumen zu holen. Auf dem Weg in den Wald gibt es Kontrollen, auf dem Weg zur Wiese nicht, wie es auf dem Blog der Waldbesetzung zu lesen ist.

Fotos von der neuen Waldbesetzung



HAMBACHER FORST WIEDERBESETZT!

Der Hambacher Forst wurde gestern Nachmittag wiederbesetzt! Benötigt wird Bauholz. Anlaufstelle ist die besetzte Wiese.

Braunkohlevernetzungstreffen

Am Samstag, dem 16.2.2013, fand im evangelischen Gemeindehaus von Buir ein Bündnistreffen der braunkohlekritischen Initiativen und Menschen statt, zu dem die Initiative „ausgeco²hlt“ eingeladen hatte. Nach einigen Besprechungen und Vorträgen wurde in sieben AGs diskutiert, Aktionen geplant und Plakate erstellt. Geplant wurde u.a., eine Zeitung zu schreiben, die an alle Haushalte nahe der Grube gehen soll, um einen Gegenpol zu RWEs Zeitschrift hier: zu bilden.

Reclaim-Power-Tour-Aufruf

Der (szeneninterne) Aufruf für die Reclaim-Power-Tour ist fertig! Ihr findet ihn hier.

Ekib!-Seiten sind online

Das Bündis „Energiekämpfe in Bewegung“ hat nun seine eigene Homepage sowie die Seite der „Reclaim Power Tour“ online gestellt.

Filmtipp: „Schiefergas, Segen oder Fluch“ um 20:15 bei Arte

Heute (29.1.2012) kommt um 20:15 Uhr die Dokumentation „Schiefergas, Segen oder Fluch“ bei Arte, in der es um die Folgen der sehr umstrittenen Gasförderungsmethode Fracking geht.

Wiesenbesetzung wird wohl vorerst nicht geräumt-Ackerbesitzer Claßen hat sich noch nicht entschieden

Der Tagebaugegner und Besitzer der Ackerfläche beim Hambacher Forst, auf der die Besetzung gegen den Tagebau steht, hat heute nicht, anders als der Kreis Düren wollte, die Räumung der Besetzung seines Grundstücks angeordnet. Entgegen einigen Medienberichten, die besagen, er habe sich endgültig für die Besetzung entschieden, ist er noch am überlegen. Gegenüber dem irRWEg-Blog schrieb er, dass er sich „zu der Besetzung noch nicht entschieden habe“, außerdem schreibt er: „Eine Duldungserklärung habe ich bislang nicht abgegeben“.